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Haustürgeschäfte der Telekom – was ist los mit diesem Unternehmen?

Die Telekom hat mittlerweile im Verlauf mehrerer Jahre dreimal bei mir geklingelt mit Bitte um Vertrag – erst einmal in München, dann zweimal in Leipzig. Beim dritten Mal habe ich eingewilligt, da ich mich von meinem Anbieter Vodafone befreien wollte. (Bei diesem Anschluss handelt es sich um einen zwischenzeitlich komplett ausgesteckten Koaxialvertrag, also Kabelvertrag).

Der Mitarbeiter der Telekom garantierte mir bei dem Haustürgeschäft zu meinem Erstaunen, mich von meinem Anbieter Vodafone befreien zu können – eine Sache, die 1&1 auch auf konkrete Nachfrage (per E-Mail) hin nicht draufhatte. Eigentlich wollte ich den Mitarbeiter mit dieser Bitte nach vorzeitiger Vertragsbeendigung der Konkurrenzfirma abwimmeln, doch er bestätigte, es sei alles machbar.

Es folgte ein Telefonat, in dem alle Daten bestätigt werden sollten. Ich widersprach den zahlreichen falschen Vertragsinhalten – den Mitarbeiter, der bei dem Haustürgeschäft einige Fehler gemacht hatte, korrigierte ich hinsichtlich des Vertragspreises mehrfach, und er notierte alles.

Mir wurde ein Bestätigungs-Telefonat angekündigt. Am Telefon legte der andere Telekom-Mitarbeiter aus heiterem Himmel auf. Ich schickte daraufhin eine E-Mail als Antwort auf die Vertragsbestätigung – und erhielt eine Anweisung, mich online melden zu müssen. Dies tat ich und sendete exakt dieselbe Erklärung darüber, dass ich so manches Vertragsangebot nicht benötigen würde.

Warum der dritte Herr von der Telekom eine Chance bekam

Vodafone ist bei mir durch seinen sinnlosen Chatbot und seinen überteuerten Preis negativ aufgefallen. Außerdem ließ ein schlechtes Gefühl bei der ganzen Sache bei mir nicht nach – wie weibliche Intution halt manchmal so ist.

Wer vertraut der Telekom? Laut Trustpilot kaum jemand – doch welches Telekommunikationsunternehmen ist heute noch vertrauenswürdig?

Erschreckend sind die Zahlen auf Trustpilot: In einem Spiegel von 8186 Nutzern empfindet die Mehrheit die Telekom als ungenügend ( https://de.trustpilot.com/review/www.telekom.de.com/review/www.telekom.de).

Allerdings muss zu Trustpilot auch gesagt werden, dass die Dinge mit Distanz gesehen werden müssen: Die Kunden, die für mich (also jocado.de) das alte Profil bewertet haben, sind gelöscht worden und waren darüber verärgert.

Die Telekom – ein von mir für lange Zeit abgelehntes und verschmähtes Unternehmen – da Abschaltung eines nichtgenutzten Prepaid-Vertrags

Vor vielen Jahren – wohl 2015 – schaltete die Telekom einmal eine nichtgenutzte Prepaid-Karte von mir ab. Als damals verheiratete Frau im Homeoffice nutzte ich meine Sim-Karte kaum – aber muss man sie deswegen gleich abschalten? Wenn man treu und wenig geschwätzig ist, dann ist das doch nicht schlecht – und sollte von einem ehemals staatlichen Anbieter eigentlich geschätzt werden.

Ich empfand das damals als absolut schockierend und deprimierend – wie eine Aufforderung zur Existenzaufgabe, denn manch Person hätte sich ja doch noch nach längerer Zeit melden können. Deshalb machte ich um dieses Unternehmen erst einmal einen Bogen.

Haustürgeschäfte der Telekom – zum Lügen verheizte Menschen?

Nicht einmal die eigenen Ex-Mitarbeiter der Telekom glauben an die Rechtschaffenheit von deren Akquise-Team

Doch warum greift die Telekom – ein eigentlich doch konservatives Unternehmen, das entsprechend seriös sein sollte – auf ein solch armseliges Mittel wie das der Haustürgeschäfte zurück?

Ein Freund von mir, der früher dort gearbeitet hat – aber im Bereich der Glasfaserkabel – meint, sie würden das Versprechen, das sie mir an der Haustür gegeben haben, sicherlich nicht einhalten. Traurig, dass sich die eigenen Ex-Mitarbeiter so sicher über die mangelnde Rechtschaffenheit der Akquise-Abteilung eines Betriebs sind. Solche Taktiken könnten sich Mini-Unternehmen wie Jocado Einzelunternehmen nicht erlauben!

Aber geben wir der Telekom doch noch eine letzte Chance und lassen uns positiv überraschen!

– Es wird wieder berichtet, wenn die Telekom auf die E-Mail reagiert. –

 

Bild 1: Image by Peggy und Marco Lachmann-Anke from Pixabay

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