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Gewerbliche Skurrilitäten – wie Jocado Gewerblichkeit bislang empfunden hat

Gewerbliches war schon immer des Witzes Objekt etwa für mein Elternhaus:
Der Wirt mit Bierbauch, das Bild des Kandidaten, vor dessen Mund-Einsetzbarkeit es graust.
Im Gewerbeamt München fühlte ich mich wie Prinzessin Pimparella:
Aufs Knöpfchen gedrückt, der Beamten ins Gesicht gesehen – vielleicht war ne Puffmutter schneller.

Mit mittelalterlastigem Studium muss man beim Gewerbe ans Älteste denken.
Gleichzeitig ist man konfrontiert mit Situationen, die einem kaum etwas schenken:
Ein Gewerbe, das aufgrund Domainreichtums angemeldet wird – aufgrund des Gesetzes kein Mist,
obwohl die ausgeübte Dienstleistung von freiberuflichen Zügen geprägt ist.

Im Schatten gewerblicher Großmächte wie der Nebenan-Brauerei
wird er stets vermieden – der Einheitsbrei.
Qualität bleibt groß – Sorgfalt und Ethik ebenfalls.
Der Kontakt zur IHK ist Ausnahme und wurde noch nie bereut wegen Reinfalls.

Beim Gewerbe darf man sich nicht an Einnahmen orientieren,
sonst werden sie benachteiligt: die Leute, die idealistisch sind und studieren.
Die Vielfalt wird geschätzt – alle miteinander kooperiert!
Auch wenn sich einer die Haare aufgrund Einnahmenmangels schneidet, und der andre hat nicht studiert.

Gewerbesteuer – ein Fremdwort aufgrund des Prinzips der Nachhaltigkeit,
doch mein Betrieb will auch dann überleben, wenn es 2050 schneit!
Auch wenn sich angesichts steuerrechtlicher Perversionen die Nicht-Ethik durchsetzt:
Im Notfall bleibt die Auswanderung – die Betriebs-Würde wird nicht verletzt!

Image by Marielou Lolilop from Pixabay

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Warum sich ein Steuerberater bei Umsatzsteuerpflicht lohnt: Jocados Lach- und Sachgeschichte

Hier ist ein Gedicht über meine Erfahrung mit der Umsatzsteuerpflicht. Ihre eigenen maßgeschneiderten Gedichte können Sie bei Jocado jederzeit bestellen!

Sachsens Elster-Vorhang machte ich auf –
voll Neugierde, halbwegs gut drauf.
Was ist anders als in Bayern?
Los geht’s: Wolln wir Kasperl feiern!
Unbeholfen wie ein bayerischer Bär
freute mich das Ganze natürlich nicht sehr.

Dass es ein Schizo ist, ist vom Steuerrecht bekannt –
vielleicht wandelt sich irgendwann sein Gewand.
Beamter möchte man da nicht gern spielen –
ausführen das Ganze – nach Sparmöglichkeiten schielen.
Voll Hoffnung blicken wir ins Morgen,
weniger konservativ soll’s sein – gegen Steuerzahler-Sorgen.

Ein Jahr später ist der Ärger groß:
Die Unterschiede in den Geschäftszahlen sind famos:
Entweder spinnt das Elster-Programm –
oder sie wird verarscht, die mutige Madame.

Wenn sie für mich noch einmal kommt, die Umsatzsteuerpflicht,
bin ich nicht mehr als Depp, sondern auf Outsourcing erpicht.
Und genau das ist es, was es wollte:
die Einsicht, dass jeder Katalogberuf sein sollte.

Ich wollte dem Finanzamt nichts Böses, war ehrlich und fair,
doch allzu interessiert mich die Thematik auch nicht sehr.
Deshalb lehne ich mich da nicht auf
und nehme künftig halt Gehilfenfehler in Kauf.

 

Und hier noch ein Gedicht zu einer Begebenheit, die möglicherweise ursprünglich Jocados Umsatzsteuerpflicht heraufbeschworen hat

 

Gesicht eines Fremden

 

In das Gesicht eines Münchner Mannes eines Tags geblickt –

auf Umsatzsteuer schien es wohl erpicht.

Bitter wie bayerisches Bier war der Ausdruck seiner Miene –

der Kleinunternehmer stand auf des Faulen Schiene.

Voll des Überdrusses war sein Ausdruck, bürokratiegeplagt –

ein Gesicht kann mehr ausdrücken, als ein Mensch dann sagt.

 

Der Nonsense-Bereich ist ganz schnell entstanden,

wenn die Einnahmen gleich bleiben, doch all die Bürokratie vorhanden.

Bestimmt hatte er mit Umsatzsteuer noch nie etwas zu tun,

doch vielleicht die Meinung, jemand würde nichts beitragen, der es belässt auf nem Kleinunternehmen beruhn.

Den Mann hab ich nie mehr wieder gesehn,

und bestimmt hatte er was anderes im Kopf, wollte nur seines Weges gehen.

 

Bilder: Image by Alexa from Pixabay

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Erreichbarkeit, Termine und Meetings – Jocados Normalität

Termine und Meetings gibt es hier so gut wie nie – daher auch keine Kostüme, Hygienevorkehrungen oder Bewirtungen. Auftraggeber wollen den Lektor bzw. Texter in den allermeisten Fällen auch nicht persönlich treffen, und Details zum Auftrag werden per E-Mail festgelegt (in ganz seltenen Fällen auch per Telefon).

Bei Jocado wundern sich nur die Paketboten, wenn das Türöffnen mal etwas länger dauert, weil der Schlüssel, der zum Öffnen der Tür erforderlich ist, manchmal gerade nicht zur Hand liegt. Diese muss zugesperrt werden, da unsere Kätzin dazu in der Lage ist, sie zu öffnen. (Es handelt sich um ein Leipziger Tier, das es bei uns schöner hat.)

Effizienz durch Reduktion auf das Wesentliche

Anstatt stundenlang in Meetings zu sitzen – und solche haben ja, wie viele Menschen bestätigen können, oft kein Resultat, mit dem alle Beteiligten zufrieden sind oder das die Arbeit voranbringt – wird bei Jocado auf den Eingang von Bestellungen gewartet.

Art und Umfang der Dienstleistungen sind bereits anhand der Produktbeschreibungen festgelegt, sodass sich der Kunde bequem das aussuchen kann, was am besten zu seinen Erwartungen passt.

Gibt es ein solches Produkt nicht – das kommt nicht selten vor – äußert der Kunde seine Wünsche, und alles wird genauso umgesetzt.

Es ist also nicht nur die vollautomatische Bestellung per Shopeinkauf möglich, bei welchem alles von der Bestellbestätigung bis hin zur Rechnung von einem voreingestellten Shopprogramm erledigt wird.

Jocados Erinnerungsbäumchen (mit Beleuchtungsfunktion)
Jocados Erinnerungsbäumchen (mit Beleuchtungsfunktion)

Wenn es doch einmal einen Termin gibt

Dennoch kommt es einmal vor, dass es doch mal einen Termin gibt – meist ist das aber kein beruflicher, sondern beispielsweise ein Zahnarzttermin. Wie skurril eine Erinnerungsnotiz dann in der Praxis aussieht, sehen Sie auf diesem Bild. Denn Jocado hat bereits erlebt, dass Erinnerungssoftware streikt, wenn sie solche Sonderaufgaben bekommt, die komplett aus der Reihe fallen.

Für jede Saison gerüstet

Alles ist dahingehend optimiert, dass bei der Auftragsbearbeitung möglichst viel Kreativität entstehen kann: eine gemütliche Einrichtung, angenehme Aromen mit Räucherstäbchen und weiteren Duftartikeln sowie inspirierende Deko. Die zahlreichen Spielräume ermöglichen es, dass zwei Katzen, die ihr Leben überwiegend als Stubentiger genießen, ebenfalls in den Genuss der einzelnen Saisonen kommen.

Deko für gute Laune

 

Mobil

Da E-Mails auf das Smartphone umgeleitet werden – kontakt@maerchenbuch24.de ist dort auch unter dem E-Mail-Programm von Apple installiert – wird auch von unterwegs geantwortet. So kann gleichzeitig die Natur genossen und beste Erreichbarkeit gewährleistet werden.

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Hochzeit irgendwo in der Welt – Auftraggeber von überall sind willkommen!

Steuern zu zahlen macht keinen Spaß, wenn man immer weniger zufrieden ist mit dem, was der Staat damit tut: irrsinnige Gesetze & Co.
Doch für Dinge wie Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit etc. muss man erst einmal dumm genug sein, um sich im Extremfall einsperren zu lassen.
Ich persönlich habe ja zwei Male eine Position als Korrektorin im Steuerrecht besetzt, weshalb ich es mir nicht erlauben würde, irgendwelchen steuerlichen Mist zu bauen. Mir wurde  von dem Verlag z. B. ein Zuschuss zu meiner Hochzeit sowie Sonderurlaub gewährt, und ich habe bei meinen beiden Mitarbeiten allerhand weitere Geschenke erhalten. Der Arbeitsvertrag hat eine günstige studentische Wohnung ermöglicht – warum sollte man sich dann wie ein Arschloch verhalten?

Läuft wirklich alles gerade bei den Finanzämtern?

Mich haben manche Fälle, die in Zeitungen präsentiert wurden, nachdenklich gestimmt: Wurden jemandem Nachweise untergejubelt, oder existierten Fehler seitens irgendwelcher Beamter? Wer jedoch mit solchen Gedanken unter die Leute geht, kassiert schnell Kritik: So heißt es ganz schnell, es sei von Verschwörungstheorien die Rede.

Von der Schizophrenie des Steuerrechts

Vieles im Steuerrecht finde ich crazy, nicht nachvollziehbar oder sogar richtig schizophren. Und wenn immer ich auf solche Dinge stoße, wehre ich mich auch dagegen, wenn auch die Beamten bei ihren Gesetzen bleiben.
Während der Penner damals, als ich noch steuerrechtliche Korrektorin gewesen bin, auf der Straße mit der Ziehharmonika gespielt hat, habe ich mir manchmal überlegt, ob der es eigentlich auch mit dem Finanzamt zu tun hat – angesichts der Beispiele, die einem im Steuerrecht sind, ein absolut abwegiger Gedanke.

Image by S K from Pixabay

Was mir von meinem zweifachen Einsatz in der Verlagsarbeit im Kopf geblieben ist, mit dem Steuerrecht aber rein gar nichts zu tun hat: der Band „Sölch“, den ich mehrfach Korrektur gelesen habe (einmal als Studentin und einmal als Absolventin, um mein BAföG zurückzuzahlen an das Bundesverwaltungsamt, dessen Logo mich an einen in ein Auge gekniffenen Bierverschluss erinnert hat – welchen er in der Umsetzung des ganzen realen Verwaltungsaufwands wahrscheinlich für viele Menschen in der Praxis auch symbolisiert) und dessen Name ich so merkwürdig gefunden habe, dass er mir bis jetzt noch im Gedächtnis geblieben ist – doch eigentlich ist vom Umsatzsteuerrecht bei mir nichts hängen geblieben.
Für mich habe ich stattdessen den Namen in eine Handlungsstrategie umgewandelt: „Sölch“ als witzige Bezeichnung für ein „Söll ich oder söll ich nicht“ – von der Aussprache passend zu meinem neuen Wohnort Leipzig: Wenn ich zögere, etwas zu tun, dann tu ich es lieber. In München ist mir die Idee mit der Handlungsstrategie jedenfalls nicht gekommen.
Und dich habe etwas zu lachen, auch wenn es niemand sonst witzig findet – ohne Beichte meiner verrückten Idee. 🙂 Mit diesem Motto kann man zumindest einiges beschleunigen, was sonst stagniert – ein Sorry an dieser Stelle an den Menschen mit dem Namen!

Politisch werden, wenn man zu unzufrieden ist?

Petitionen habe ich früher auch mitgezeichnet, und ich habe mich neulich erneut auf Bundestag.de registriert. Allerdings muss man wohl selbst Petitionen einstellen, um mit der Mitgliedschaft zufrieden zu sein. Ich persönlich warte noch einige Dinge ab, die sich auf meine Schreiben hin entwickeln, bevor ich eine Petition aufsetze.

Wer jedoch absolut unzufrieden in Deutschland ist, dem sei zum Auswandern geraten. In jedem Fall freue ich mich über Auftraggeber aus dem Ausland – bei allen Services wie Hochzeitsgedicht.biz etc.

Image by Myriams-Fotos from Pixabay

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Neu bei Jocado im Februar: Größere Projekte, Wiederbelebung einer Redaktionsleiche und: „Lust auf Schwätzchen im Homeoffice“?

Die Seite Motivationscoach.org, deren ursprüngliche Version ich bereits um die Inhalte zweier von mir gekündigter Domains ergänzt hatte, ist nun erneut gewachsen: Zwei weitere Domains wurden von mir gekündigt, und die Inhalte, die hervorragend zu diesem Projekt passen, in dem sich alles darum dreht, wie man die eigene Motivation erhöht, kamen in Form von Themen-Specials hinzu.

Es entspricht doch der Realität – so schade es auch sein mag: Größere Projekte werden ernster genommen – Menschen merken sich einen einzelnen Domain-Namen und wollen ihre Infos lieber nicht aus zahlreichen Mini-Seiten herauspicken – die von Suchmaschinen ohnehin eher ignoriert werden.

Erneuter Auftritt bei einem renommierten Magazin

Ab diesem Monat sind Texte der Inhaberin von Jocado erneut bei einem Magazin zu lesen, für das sie früher schon tätig war. Nach jahrelanger Pause, in der allerdings eine freiberufliche Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber stattfand, erfolgt nun wieder eine redaktionelle Mitarbeit – jedoch als Externe.

Sobald der erste Artikel online ist, wird er hier verlinkt.

Dennoch hat Jocado noch ausreichend Kapazitäten frei für Ihre Aufträge wie z. B. in den Bereichen Gedichterstellung oder Lektorat.

Tendenzen in Bezug auf das Portfolio

Es sollen künftig tendenziell noch mehr Domains zu weniger größeren zusammengefügt werden. Wer mit uns (Wenn von „wir“ die Rede ist, sind die Inhaberin und ihre stets anwesenden Katzen gemeint. :-))) kooperiert hat, dessen Inhalte bleiben selbstverständlich online – sie finden sich nur in einer noch relevanteren und für Leser noch interessanteren Umgebung.

Fürs Schwätzchen im Homeoffice

Die Inhaberin von Jocado ist zwar alles andere als einsam mit ihrem lieben Freund und den beiden Stubentigern. Es wäre jedoch schön und auch bestimmt für alle Seiten von Vorteil für das Business, wenn man sich fachspezifisch austauschen könnte – jenseits von Foren:

Internetforen sind nicht mein Fall. Wer Lust darauf hat, sich mit mir auszutauschen zu heiklen Fragen wie „Sollte man sich bei allen Webprojekten auf einen einzigen Hosting-Anbieter verlassen?“, kann sich gern einfach melden: service@jocado.de.

Ich freue mich über konstruktiven Austausch in allen möglichen Themenbereichen, was Webprojekte und Internetmarketing anbelangt!

Herzliche Grüße

Joana

 

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Ausgehende Links prüfen und tote Links finden

Die Pflege der einzelnen Websites gehört zum Webmaster-Dasein wie das Backen von Semmeln zum Alltag eines Bäckers. Auch wer in Sachen Linktausch oder Artikelplatzverkauf nicht sonderlich aktiv ist, wird im Laufe der Zeit feststellen, dass sich ein mulmiges Gefühl der Unsicherheit breit macht, da man mit den Jahren doch die eine oder andere Website verlinkt hat. Ausgehende Links prüfen und tote Links finden weiterlesen

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Kooperationspartner und Gastartikel gesucht für Jocados Gedichtshops und -service

Die Gedichtservices von Jocado wollen gern wachsen und bekannter werden. Deshalb suchen sie Kooperationspartner! Anhand individuell umgesetzter Kooperationen kann man einander stärken und die Möglichkeit nutzen, den Kunden geeignete weitere Services zu empfehlen (dies gilt natürlich nicht nur für Sonderaktionen wie das Thema Nikolaus-Service).

 

Interessante Infos zu Jocados Gedichtseiten-Portfolio und dem Gedichtservice

Neben den genannten Shops bietet Jocado Einzelunternehmen weitere Angebote mit individuellen Gedichten wie Hochzeitsgedicht.biz und Gedichtliebe.de. Auf Jocados saisonalen Gedichtseiten wie Sommergedicht.de, Herbstgedicht.com und Lyrischerlenz.de finden Sie zahlreiche Kostproben. Jocados Gedichtservice steht den Kunden ganzjährig tatkräftig zur Verfügung und liefert auch größere Gedichtmengen beispielsweise an Marketing-Abteilungen von Firmen!

Im Trend: individuelle und umweltfreundliche Geschenke

Alle Gedichtservices von Jocado bieten Kunden die Möglichkeit, umweltfreundliche und in höchstem Maße individuelle Geschenke erstellen zu lassen – perfekt geeignet für alle erdenklichen Gelegenheiten!

Melden Sie sich bei Interesse an einer Kooperation!

Ob Kooperation mit Ihnen als Künstler oder mit Ihrem Online-Shop – wenn Sie möchten, können auch Gastbeiträge veröffentlicht oder individuelle Werbung kreiert werden.

Jocado kümmert sich ggf. um das Lektorat der zu veröffentlichenden Texte und die Bildauswahl.

Ich lasse Ihnen gern das aktuelle Kooperations-PDF von Jocado zukommen und freue mich auf Ihre Nachricht an service@jocado.de!

Ihre Joana Dörfler, Inhaberin von Jocado

 

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Bürgergeld – wie bei ALG II werden unattraktive und gleichzeitig spendable Partner beliebt

Im Laufe meiner Selbstständigkeit bin ich immer mal wieder an dem Punkt angelangt, an dem ich trotz sogenannter „Bedürftigkeit“ keine Leistungen nach ALG II beziehen konnte: Ich war verheiratet, und mein Mann verdiente zu viel. Dass er mir nichts gab, juckte die Arbeitsagentur nicht.

Wissen die überhaupt, wozu diese Handhabung führt?

Die finanzielle Unterstützung des Partners wird erwartet – eine altmodische Einstellung

Was mich erstaunte: Auch nach meiner Scheidung wurde nach dem Einkommen meines Exmannes und meines Freundes gefragt – als würde man automatisch Geld von den Menschen bekommen, wenn man einmal unverschuldet in finanzielle Not geraten ist.

Diese Einstellung finde ich absolut altmodisch. Und wenn man sich in miesen Zeiten absolut auf das Einkommen seines Partners verlässt – prostituiert man sich dann nicht irgendwie?

 

Es gibt Menschen, denen es aus diversen Gründen nur mit finanziellen Mitteln gelingt, die Sympathie anderer zu erlangen: Das können etwa Menschen sein, die immer wieder in dieselben Fettnäpfchen treten, sich nicht duschen, nichts gegen ihre Adipositas höheren Grades tun oder aus irgendwelchen Gründen üblen Mundgeruch haben. Genau solche profitieren vermutlich von der Einkommensnachfrage bei Sozialleistungen. Denn wem nichts anderes übrig bleibt, der sucht sich wahrscheinlich einen spendablen Menschen dieser Art –genauso wie der Teufel irgendwann nach langer vergeblicher Suche Fliegen frisst.

Die Arbeitsagentur zerstört zwischenmenschliche Beziehungen

Niemand hätte je erwartet, dass der andere hätte mit seinem Einkommen aufkommen sollen, wenn jemand in eine Notlage gerät: Dafür gibt es doch im Extremfall den Vater Staat, der einem aus der Patsche hilft. Oder? Doch im Fall der Fälle möchte er nur gern alles wissen, aber er hilft nicht: weder mit Geld noch mit Fortbildungen & Co.

Leider werden Hilfen bei Zusammenleben mit einem normal verdienenden Partner nicht bewilligt. Man müsste also alleine leben, oder beide Partner müssten arm sein.

Sich eine eigene Wohnung zu suchen, nur weil man sonst im Fall der Fälle keine Sozialleistungen beziehen kann, ist auch Quatsch. Denn man muss auch die weiteren Faktoren berücksichtigen, die bei einem Alleinleben dazukommen: weniger Zufriedenheit und Geborgenheit, vielleicht auch weniger Kreativität, weniger zu lachen.

Noch mehr Kompromisse als sonst – doch das klappt nicht immer

Deshalb ist so mancher Selbstständige dazu gezwungen, im Falle der Bedürftigkeit in einem Fall wie dem oben geschilderten noch mehr Kompromisse als sonst einzugehen – doch selbst das ist nicht immer leicht, da Überqualifizierte von vielen Personalern abgelehnt werden.

Bad Neighbourhood für Selbstständige

Schade, dass es für Selbstständige, die einmal in eine schlechte Auftragslage geraten, keine andere Möglichkeit gibt, sich über Engpässe zu retten, wenn man in der Zeit davor nicht die finanzielle Möglichkeit hatte, in eine Arbeitslosenversicherung einzuzahlen. Da wird man dann verglichen mit Personen, die Probleme damit haben, morgens aus dem Bett zu kommen oder sich nicht zu einer Dusche überwinden können (geschweige denn über ein abgeschlossenes Studium verfügen).

Da kommen Gedanken auf, ob man wirklich in diesem Land bleiben sollte. Mir persönlich wurde bereits vor über 10 Jahren dazu geraten, auszuwandern. Glücklicherweise melden sich bei mir regelmäßig zahlreiche im Ausland ansässige Firmen – sonst würde Jocado noch wesentlich weniger verdienen. In den ersten drei Jahren stammten sogar über 90 % der Einnahmen von Jocado aus den USA.

Auftraggeber und Kooperationspartner gesucht!

Einige lukrative Aufträge im Monat reichen in der Regel schon aus, um die Kosten von Jocado Einzelunternehmen decken zu können. An Zufriedenheit hat es den Auftraggebern auch in der Vergangenheit nicht gefehlt. Aber ich bin mir sicher, dass alles wieder gut wird!

Ihnen allen ein tolles Jahr 2023!

 

Image by succo from Pixabay

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Umsatzsteuer – ein Experiment mit skurrilem Ende

Früher habe ich immer die Unternehmer beneidet, die eine Umsatzsteuer-IdNr. haben: Sie wirkten auf mich professioneller, und man unterstellt ihnen automatisch höhere Einnahmen und mehr Souveränität.

Mein Betrieb befand sich von 2012-2021 in der Kleinunternehmerregelung, und ich habe nebenher die eine oder andere Festanstellung angenommen. Von selbst bin ich aber nicht auf die Idee gekommen, eine USt-IdNr. zu beantragen: Dies wurde vom Finanzamt München vorgeschlagen bzw. festgelegt – vor meinem Umzug nach Leipzig.

 

Der „Steuerberater“ war immer ich selbst – eine Tatsache, die manche Menschen befremdlich finden, andere wiederum jedoch nachvollziehbar und sinnvoll.

Doch mit der Umsatzsteuer wurde es schon viel. Leider musste ich nun feststellen, dass ich netto weniger verdient habe als im Vorjahr mit Kleinunternehmerregelung – schade bei dem wesentlich größeren Verwaltungsaufwand, den ich gar nicht mag und für den andere einen Steuerberater zahlen müssten.

Ein Jahr mit Kartoffeln, Nudeln und Second-Hand-Kleidung

Umsatzsteuer-IdNr. bedeutet nicht, dass man schnell reich wird: Ich mag Second-Hand-Kleidung und zahlreiche Kartoffel- und Nudelspeisen viel lieber als irgendwelche Restaurant-Besuche, aber etwas mehr Luxus könnte schon sein.

Wenn man in einem Jahr zudem mit Problemen zu kämpfen hat wie einer freiwilligen Führerscheinabgabe und dem Eintreiben von Scheidungskosten von einem wenig zahlungsbegeisterten und meist monatelang nicht antwortenden Exmann, dann ist das alles zusätzlich zu dem monatlichen USt-Stress alles andere als schön.

1 x im Jahr das große Rechnen – besser für die Kreativität!

Ich finde es angenehmer, wenn man nur 1 x im Jahr Kontakt mit dem Finanzamt hat: Man kann das ganze Jahr über kreativ sein, und zu Beginn des nächsten Jahres kommt die große Rechnerei. Klar ist dabei, dass die EÜR fortlaufend geführt wird, sodass jeden Tag Eintragungen in einer Datei vorgenommen werden können – eine Sache, die niemand aus dem Finanzbereich gern hört, denn alle wollen teure Programme loswerden.

 

Wie sich bei meinem Betrieb festgestellt hat, stellt sich im Jahr danach die große Reue ein, monatlich eine USt-Voranmeldung abgegeben zu haben, da sich bei einer Jahresrechnung zu viele Fehler finden. Es kommt das Gefühl auf: „Alles ist falsch, was die USt. anbelangt, und ich bin da halt kein Experte. Bislang hatte ich noch nie den Wunsch, alles von einer anderen Person nachrechnen zu lassen, aber mit der USt.-Sache kommt es leichter dazu, dass man sich selbst benachteiligt – wenn man gewöhnt ist, alles an maximaler Effizienz zu orientieren.“

Wutentbrannter Steuerberater – das muss doch nicht sein!

Ich bin mir sicher, dass ein Steuerberater mit meinem Betrieb nicht vor Wutanfällen verschont geblieben wäre und mir mehrmals dazu geraten hätte, etwas anderes zu machen – doch mir ist die Selbstständigkeit halt am liebsten. Im eigenen Betrieb kann ich mir selbst treu sein, während es bislang noch keinen Fremdbetrieb gab, von dem ich mich nicht irgendwann verabschiedet hätte.

 

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Gedanken zur Aufgabenteilung – Fachidiot, Allrounder oder total verzettelt?

Ich habe in meinem eigentlichen Gründungsjahr 2012, als ich mich anhand von Blogs in für mich wichtige Thematiken eingelesen habe, eine Seite gefunden, die heute nicht mehr existiert – wohl, weil sie etwas zu viel über ihre Betriebsführung preisgegeben hat. Deshalb war ich – auch aufgrund diverser unterschriebener Verträge – in den Jahren darauf recht verschwiegen. Doch irgendwann wirkt man bei zu viel Verschwiegenheit oder Introvertierheit schräg oder hinterlistig.

 

Deshalb habe ich auch damit gehadert, ob man überhaupt darüber reden darf, dass man selbst der eigene „Steuerberater“ ist, die eigene Putzfrau etc. Denn viele Menschen leben in einer Welt der Aufgabenteilung und wissen nicht, wie erfrischend ein kurzfristiger Wechsel der Perspektive ist, ein Wechsel des Bewegungsmusters oder der angefragten Denkfähigkeiten.

 

Aber irgendwo gibt es dann dennoch Grenzen, an denen man sich sagt: „Das ist aber nun wirklich nicht mehr dein Beruf und geht weit über das hinaus, was du kannst oder was dich interessiert.“

Als Kind habe ich nie gern gerechnet, weshalb das, was ich momentan für Jocado mache, erstaunlich ist. Man muss, wenn man etwas tut, was man gar nicht mag, versuchen, sich irgendwie selbst zum Lachen zu bringen. Wie mir das etwa mit Elster.de gelungen ist (Haifisch.de würde wohl besser passen), lesen Sie in diesem Artikel.

Anfragen der Konkurrenz mit kritischem Auge betrachten

Jocado erhält nicht selten Anfragen von Webdesignern, die gewiss eine bessere Ausbildung in diesem Bereich genossen haben. Doch bislang ist noch nie der Wunsch entstanden, einen Webdesigner zu beauftragen, da Zufriedenheit mit den eigens erzeugten Resultaten besteht. Deshalb erfolgt im Regelfall keine Reaktion auf die Angebote.

Domain-Angebote untersuchen

Mir geschieht es regelmäßig, dass mir eine Domain angeboten wird, die so ähnlich endet wie eine, die ich bereits besitze. Oder: Händler bieten mir Domains an, die sonst irgendwie inhaltlich zu den von mir behandelten Themen passen. Es ist noch nie passiert, dass ich in ein solches Angebot eingewilligt habe, denn wenn ich eine neue Idee habe, geschieht es meist noch am selben Tag, dass ich die Domain kaufe, die meines Erachtens perfekt passt. Noch nie habe ich dabei eine gebrauchte gewählt, sondern immer nur ganz neue. Beispielsweise aber bei Korrektorat.biz musste ich feststellen, dass es einen ehemaligen Inhaber gab, der verzweifelt versucht hat, die Domain an den Mann zu bringen.

Solche verzweifelten Domainverkauf-Situationen habe ich selbst erlebt, und großartige Erfolge mit Korrektorat.biz blieben bislang aus – vielleicht ein böser Buchhaltungs-Geist? Aber das wird schon noch!

Buchhaltung und Steuer – kann man das selbst alles machen?

Eine Berufsklasse, die eher in die Nähe der potenziellen Auftragnehmer von Jocado rückt, ist der Steuerberater oder auch die sonstige Stuerfachkraft, da die Pflicht zur Abgabe einer Umsatzsteuererklärung mir irgendwie die Stimmung versaut hat (denn man hat doch eigentlich schon genug getan und irgendwie nicht genügend verdient für ein solches Kasperltheater).

Da Elster so viele falsche Zahlen ausgibt (in Bayern waren es noch diffuse Fehlermeldungen, die eine Weiterbearbeitung von Formularen verhindert und über zahlreiche Monate hinweg verzögert haben – in Sachsen wird mir das Zehnfache meines eigentlichen Gewinns beim Abschicken einer EÜR angezeigt), kann man sich gut vorstellen kann, dass die Domain in nicht allzu langer Zeit nur noch für die Beherbergung eines Katzenspielzeug-Shops taugt.

Doch war ich auch mehrfach im Bereich Steuer tätig (zweimal als Korrektorin – und einmal als Studentin habe ich ganz kurz direkt in einer Steuerkanzlei hineingeschnuppert, doch es hat mir nicht getaugt) und habe von Erzählungen meiner Kunden in der Vergangenheit mitbekommen, dass auch Steuerberater generell einer Art Mobbing vonseiten der Finanzämter ausgesetzt sind und sich entsprechend beklagen. Aber welche Berufsklasse jammert schon nicht?

Aufhören und die Verantwortung abgeben, wenn es keinen Sinn mehr macht

Zum Thema „Verantwortung abgeben“ möchte ich ein eigenes Beispiel präsentieren: Ich hatte einmal eine Website zum Thema Kaffee. Klar trinke ich leidenschaftlich gern Kaffee und fand auch die Auseinandersetzung mit den historischen und kulturellen Hintergründen interessant. So stammten sämtliche auf der Website befindlichen Texte aus meiner Feder. Doch einer Person fiel auf, dass mir bei dem Thema die weitere Motivation fehlte, sodass ich mich zum Verkauf der Domain überreden ließ – eine Entscheidung, die ich bis heute nicht schwerwiegend bereut habe:

Mir reicht eine Senseo und im Notfall auch löslicher Kaffee – wobei ich der Meinung bin, dass man nicht immer komplett nach den Idealen der eigenen Seiten leben muss, denn diese sind oft einfach zu teuer in der Umsetzung.

Allerdings ist es auch bei Themen, für die man weniger Herzblut aufbringen kann, möglich, die Seite viele Jahre aufrechtzuerhalten – wenn man anderen erlaubt, sorgfältig lektorierte Gastartikel zu veröffentlichen.

Fazit

Manchmal macht es Sinn, sich etwas Verrücktes auszudenken und der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen, wenn man gerade Material braucht, um etwas zum Lachen zu haben.

Wenn etwa die Domain Elster.de meine wäre – doch dazu wird es nicht kommen, da sie für mich aus diversen Gründen nicht attraktiv ist – würde ich dort fliegende Stoffvögel verkaufen, die sich fernsteuern lassen und auf diese Weise unterhaltend für Katzen sind. Dieser Gedanke heitert mich auf und verdrängt Aggressionen – so muss jeder seine eigene Methode finden, mit seiner Lebenssituation zurechtzukommen.

Aggressionen sind nichts generell Schlechtes, sondern ein Lebenszeichen des eigenen Willens. Deshalb sollten sie nicht unterdrückt, sondern lieber in lustige Gedanken umgewandelt werden. Und wenn einmal jemand nach der Ursache der Lachkrämpfe fragt, muss man ja nicht immer die Wahrheit sagen.

Auf jeden Fall jedoch sollte den Behörden die eigene Meinung sagen, denn möglicherweise kapieren sie es selbst nicht, wenn sie falsch liegen – und sie können die Infos an die Verantwortlichen weiterleiten.

Katalogberufe – und wann die Experten einfach falsch liegen

Ich persönlich halte von Katalogberufen nichts und muss mich – wie jeder andere auch – jeder weiteren Rechtschreibreform unterwerfen.

Deshalb sollte beispielsweise auch ein Arzt es akzeptieren, wenn sich manche Dinge bestätigen, die nach dem, was er an der Uni und in Fortbildungen gelernt hat, nicht nachvollziehbar sind, sondern nur aufgrund von Erfahrungswerten von Patienten.

 

Jeder wird einmal eines Besseren belehrt und blamiert sich womöglich vor einer großen Runde. Dies ist aber kein Grund, auszuflippen oder die Verantwortung abzugeben. Vielmehr befindet sich jeder Mensch – ob Handwerker oder Akademiker – in einem kontinuierlichen Lern- und Erfahrungsprozess.

Grundgedanke: Immer etwas Gutes tun

Wichtig ist, dass man bei Bewältigung der eigenen Aufgaben konstruktiv ist und positiv auf andere einwirkt – auch dann, wenn man selbst einmal von bösen Geisen besessen ist wie etwa einem Fehlermeldungs-Elster oder anderer sinnloser Bürokratie.

 

Bild 1: von 👀 Mabel Amber, who will one day auf Pixabay

Bild 2: von Alexa auf Pixabay